Aufgaben

Der Betriebsrat – das sind gewählte Kolleginnen und Kollegen, die im Betrieb für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eintreten.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten versuchen Arbeitgeber oft den Druck auf die Belegschaft abzuwälzen. Alleine kann sich keiner dagegen wehren.  Der Betriebsrat greift ein, informiert und hilft euch, zu eurem Recht zu kommen.

Der Betriebsrat 

  • verhandelt Betriebsvereinbarungen
  • sorgt für die Einhaltung der Kollektivverträge und der Betriebsvereinbarungen
  • macht Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Sicherheit
  • hat Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitsplätze
  • hat das Recht auf Mitsprache bei Personal- und Wirtschaftsangelegenheiten
  • hat das Recht zu Kündigungen und Entlassungen Stellung zu nehmen und diese bei Gericht anzufechten
  • muss über alle die Belegschaft betreffenden Angelegenheiten informiert werden

Unsere zuständige Gewerkschaft ist: GPA-djp, Gewerkschaft der Privatangestellten  Druck-Journalismus-Papier (www.gpa-djp.at). Wir stehen im ständigen Kontakt mit unserer Sekretärin Birgit Ivancsics, MSc und sind auch im Wirtschaftsbereich 17 – WB für Gesundheit und Soziales mit anderen sozialen Einrichtungen vernetzt.

Basis für eine starke Vertretung sind die rund 1,3 Millionen gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das gilt auch für den Betriebsrat – je mehr Mitglieder im Betrieb organisiert sind, desto stärker ist seine Position!

Funktion des Betriebsrates

Die rechtlichen Grundlagen der Betriebsratstätigkeit sind im Arbeitsverfassungsgesetz geregelt. Über den Betriebsrat haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmer Mitwirkungsrechte bei der Gestaltung der sie unmittelbar berührenden betrieblichen Ordnung. Der Betriebsrat ist der gesetzliche Vertreter der Solidarinteressen der Belegschaft. Zu diesen Solidarinteressen zählt aber auch der Schutz der einzelnen Arbeitnehmerin und des einzelnen Arbeitnehmers, die bzw. der durch die Entscheidung des Arbeitgebers benachteiligt wurde. Für den Betriebsrat ist die Interessenvertretung eine Pflichtaufgabe. In seiner Tätigkeit sind dem Betriebsrat gegenüber der einzelnen Arbeitsnehmerinnen und dem einzelnen Arbeitnehmer im Betrieb besondere Verhaltenspflichten auferlegt. So sind etwa die Mitglieder des Betriebsrats zur Verschwiegenheit über persönliche Verhältnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtet.
Neben der Vertretungsfunktion für die Belegschaft als Ganzes oder die einzelnen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat der Betriebsrat auch eine Informations-, Steuerungs- und Kommunikationsfunktion im Betrieb. Er ist – vereinfacht gesagt – das Bindeglied zwischen der Belegschaft und der Betriebsführung. (Quelle AK)

Finanzierung und Ausgaben des Betriebsrates

0,5 % eures Gehaltes gehen an den Betriebsratsfonds. Dieser Betrag wird jedes Jahr vom Arbeitgeber verdoppelt.

Aus den Fondsgeldern werden die Kosten getragen für:

  • Betriebsratsbüro
  • Organisation und Buffet bei Betriebsversammlung
  • Kostenübernahme der Verpflegung im Rahmen der Qualitätszirkeln in der Höhe von 50€
  • Aktionen für die Belegschaft
  • Supervisionskosten anteilig (Teamsupervision). Der Betriebsrat übernimmt 30% der Kosten, die Verrechnung erfolgt direkt mit der Geschäftsstelle (siehe auch Betriebsvereinbarung Supervision)
  • Zuschuss bei Heirat, Geburten und Scheidung. Die Höhe liegt derzeit bei € 150,- pro Ereignis.
  • Hilfe in sozialen Härtefällen (wendet euch in diesen Fällen bitte direkt an den Betriebsrat)
  • Weiterbildungsgutscheine (1x/Jahr): Donauzentrum/SCS-, Bücher- oder Fortbildungs-Gutscheine; mit der Möglichkeit der Herausrechnung des Dienststellengeldes für gemeinsame Aktivitäten (dann wird der unten angeführten Betrag um € 50,- reduziert und wird dem Dienststellengeld zugerechnet) – Achtung: es ist eine Teamentscheidung ob es an der Dienststelle Dienstellengeld geben soll und es wird jährlich abgestimmt. (Das Dienststellengeld wird pro Kopf und Dienststelle berechnet und unterstützt das Team bei gemeinsamen Aktivitäten!):

Unten ist die Höhe der Weiterbildungsgutscheine pro Wochenstunden mit und ohne Inanspruchnahme des Dienststellengeldes angeführt:

Beschäftigung bis 10 Wochenstunden € 120,- (€ 70,-)
Beschäftigung von 11 – 20 Wochenstunden € 190,- (€ 140,-)
Beschäftigung von 21 – 30 Wochenstunden € 260,- (€ 210,-)
Beschäftigung ab 31 Wochenstunden € 330,- (€ 280,-)